Aktuelles

Auf dieser Seite möchten wir Sie über Aktuelles aus unseren Stiftungsprojekten informieren:

  • über Projekte, die wir neu in unser Förderprogramm aufgenommen haben,
  • über Ergebnisse der von uns geförderten Projekte,
  • über öffentliche Veranstaltungen unserer Projektnehmer.

NEU BEWILLIGTE PROJEKTE DER STIFTUNG:

  • Gene Drives sind ein gentechnisches Verfahren, das unter anderem mit Hilfe des gentechnischen Werkzeugs CRISPR-Cas dazu genutzt wird, um bestimmte Eigenschaften – zum Beispiel Unfruchtbarkeit – schnell und dauerhaft in wildlebenden Tier- und Pflanzenpopulationen zu verbreiten. Durch die Freisetzung solcher Gene-Drive-Organismen sollen ganze Populationen oder Arten in der Natur gentechnisch verändert oder auch ausgerottet werden. Die von Save our Seeds 2019 gestartete Kampagne „Freisetzung von Gene Drives in die Umwelt verhindern“ zielt darauf ab, die Öffentlichkeit über unabsehbaren Risiken dieser neuen Gentechnikanwendung zu informieren und zusammen mit anderen Organisationen ein weltweites Moratorium für die Freisetzung von Gene Drive-Organismen in die Natur zu erwirken – bevor die ersten Exemplare freigesetzt werden. Das Projekt wird 2020/2021 fortgeführt. Nähere Infos: hier.

AKTUELLE INFOS AUS DEN PROJEKTEN:

  • Videoserie “Was ist (keine) Gentechnik?”
    2012 löste die Entdeckung von CRISPR einen neuen Boom in der Biotechnologie-Branche aus. Interessierte Akteure wittern eine neue Chance, Agro-Gentechnik in Europa salonfähig zu machen. Um das zu erreichen, wird oft behauptet, dass neue Gentechnikverfahren wie CRISPR nichts anderes machen als das, was in der Natur ohnehin ständig passiert. Stimmt das? In der Videoreihe „Was ist (keine) Gentechnik?“ erklärt der von der Stiftung GEKKO seit vielen Jahren geförderte Verein Testbiotech die Unterschiede zwischen herkömmlicher Züchtung, „alter“ Gentechnik und neuer Gentechnikverfahren. Außerdem werden deren Risiken erläutert und es wird ein Fazit gezogen, wie mit den neuen Gentechnikverfahren umzugehen ist. Die inzwischen sechs Videos finden sich: hier.
  • Ukraine: Illegales Gentech-Soja auf jedem zweiten Feld
    Die rumänische Umweltorganisation Agent Green hat im November 2018 die Ergebnisse einer von der Stiftung GEKKO mitgeförderten Recherche in der Ukraine veröffentlicht, die Hinweise auf großflächigen illegalen Anbau geben. Auf 48 Prozent der in sechs Regionen untersuchten, insgesamt 60 Felder wuchsen gentechnisch veränderte Sorten (GVO). Angemeldet, wie es vorgeschrieben wäre, war der Gentech-Anbau nicht. Dabei zeigten die Analysen laut Agent Green, dass es sich nicht um Verunreinigungen, sondern um absichtlichen Anbau handelte. Ein Großteil der ukrainischen Bohnen wird in die EU verkauft, ohne als gv-Soja deklariert zu sein. Auch Deutschland importiert Soja aus der Ukraine im Wert von 14 Millionen Euro. (Pressemitteilung von Agent Green mit Video: hier). 2019 konnten von Agent Green illegale Gen-Soja-Importe in die Ukraine aus der rumänischen Grenzregion nachgewiesen werden, deren Hintergründe in einem Folgeprojekt 2020/2021 aufgeklärt werden sollen.