{"id":3590,"date":"2014-06-06T21:48:55","date_gmt":"2014-06-06T19:48:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stiftung-gekko.de\/wp\/?p=3590"},"modified":"2016-08-21T20:04:32","modified_gmt":"2016-08-21T18:04:32","slug":"foerderregion-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftung-gekko.de\/wp\/foerderregion-deutschland\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderregion Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Die Stiftung GEKKO konzentriert ihre F\u00f6rdert\u00e4tigkeiten vor allem auf Deutschland. Hier sind es vor allem ziviligesellschaftliche Gruppen sowie kritische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine Unterst\u00fctzung erhalten. Viele der dabei gef\u00f6rdertern Aktivit\u00e4ten beziehen sich jedoch nicht nur auf die aktuelle Situation in Deutschland, sondern ebenso auf die europ\u00e4ische und zum Teil auch globale Ebene.<\/p>\n<p><strong>Kein Gentechnik-Anbau mehr &#8230;<br \/>\n<\/strong>In Deutschland durfte 2005 bis 2008 der Gentechnik-Mais MON810 angebaut werden. 2008 wurden 3.171 Hektar mit Gentechnik-Mais bestellt. Das entsprach 0,15 Prozent der gesamten deutschen Maisanbaufl\u00e4che\u00a0von 2.087.100 Hektar. Die Anbaufl\u00e4chen lagen zu 99 Prozent in den Bundesl\u00e4ndern\u00a0Brandenburg, \u00a0Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Seit April 2009 ist der Anbau des MON810 verboten.<\/p>\n<p>Ab M\u00e4rz 2010 war der Anbau der gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffel Amflora erlaubt. 2010 wurde die Kartoffel auf 15 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern, 2011 nur noch auf zwei Hektar in Sachsen-Anhalt gepflanzt. Im Jahr 2012 fand kein kommerzieller Anbau mehr statt. Im Dezember 2013 wurde die Amflora-Genehmigung vom Gericht der EU f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Im Herbst 2015 hat die Bundesregierung von der neue Opt-out-Regelung des EU-Gentechnikrechts Gebrauch gemacht. Demnach d\u00fcrfen Gentechnik-Maissorten wie die insektengift-produzierende MON810 von Monsanto oder 1507 von Dupont-Pioneer hierzulande nicht angebaut werden &#8211; auch dann nicht, wenn sie eine EU-Anbaugenehmigung erhalten.<\/p>\n<p>Der freiwillige Verzicht der Unternehmen gilt nur f\u00fcr die sechs Gentechnik-Maispflanzen, die zum damaligen Zeitpunkt auf eine Anbaugenehmigung warteten. Kommen neue Pflanzen hinzu, m\u00fcssten Deutschland und andere EU-L\u00e4nder auch diese entweder per Aufforderung zur freiwilligen Selbstbeschr\u00e4nkung (sogenannte Phase 1 des Opt-Out) oder per Verbot (Phase 2) ausschlie\u00dfen. Um die Verbote aussprechen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sich Bund und L\u00e4nder allerdings einigen, wie sie die EU-Vorgaben in deutsches Recht \u00fcbersetzen wollen.<\/p>\n<p><strong>&#8230; aber gentechnisch ver\u00e4nderte Futtermittel<br \/>\n<\/strong>Nach wie vor werden jedoch j\u00e4hrlich sechs bis sieben Millionen Tonnen Soja als \u00dcbersee importriert. Ein Gro\u00dfteil davon wandert als Sojaschrot im Futtertrog. Der \u00fcberwiegende Teil dieses Sojas ist bereits gentechnisch ver\u00e4ndert. Die Produkte der Tiere, die mit diesem Futter gef\u00fcttert werden, m\u00fcssen jedoch nach geltendem EU-Recht nicht entsprechend gekennzeichnet werden. Dennoch w\u00e4chst der Markt f\u00fcr gentechnikfreie Lebensmittel und Futtermittel. Der Deutsche Verband Tiernahrung sch\u00e4tzt, dass 600.000 bis 900.000 Tonnen gentechnikfreies Soja pro Jahr eingef\u00fchrt werden. Das entspricht 13 bis 20 Prozent des deutschen Verbrauchs. Die Stiftung GEKKO unterst\u00fctzt in Deutschland bereits seit Jahren die Akteure, die sich f\u00fcr den Ausbau einer gentechnikfreien F\u00fctterung engagieren.<\/p>\n<ul>\n<li>Laufende Projekte der Stiftung GEKKO in Deutschland: <a title=\"F\u00f6rderregion Deutschland\" href=\"https:\/\/www.stiftung-gekko.de\/wp\/?page_id=86\">\u00dcberblick<\/a><\/li>\n<li>Abgeschlossene Projekte der Stiftung GEKKO in Deutschland: <a title=\"Deutschland \u2013 abgeschlossen\" href=\"https:\/\/www.stiftung-gekko.de\/wp\/?page_id=2942\">\u00dcberblick<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stiftung GEKKO konzentriert ihre F\u00f6rdert\u00e4tigkeiten vor allem auf Deutschland. Hier sind es vor allem ziviligesellschaftliche Gruppen sowie kritische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine Unterst\u00fctzung erhalten. 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