Aus der Stiftungsarbeit
Auf dieser Seite informieren wir Sie über Aktuelles aus unseren Stiftungsprojekten:
- über Projekte, die wir neu in unser Förderprogramm aufgenommen haben,
- über Ergebnisse der von uns geförderten Projekte,
- über öffentliche Veranstaltungen unserer Projektnehmer.
„Wir haben es satt!“–Demo am 17. Januar 2026 in Berlin

Landwirtschaftsminister Alois Rainer hat die Einführung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung erneut verschoben – obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung deutlich mehr Transparenz für Verbraucher:innen fordert. Und wenn die Bundesregierung bei ihrer kraftlosen Haltung bleibt, werden bei der geplanten Deregulierung der Neuen Gentechnik Transparenz und Wahlfreiheit faktisch abgeschafft. Fairness in Lieferketten soll für Lebensmittelkonzerne nicht gelten, gleichzeitig steigen die Preise für Lebensmittel weiter. Umweltstandards und Fördermittel für Agrarökologie und Wasserschutz werden immer häufiger gesenkt, während externe Schäden und Kosten der Gesellschaft und künftigen Generationen teuer zu stehen kommen.
Angesichts dieser Rückschritte und Bedrohungen ruft das „Wir haben es satt!“-Bündnis am 17. Januar 2026 zur bundesweiten Demonstration für eine bäuerliche, umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft in Berlin auf. „Haltung zeigen! Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit“ lautet das Motto der diesjährigen Demonstration, die bereits zum 16. Mal im Berliner Regierungsviertel stattfindet.
Dem „Wir haben es satt!“-Bündnis gehören rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft, Klima-, Tier- und Umweltschutz, aus Ernährungsbewegung, Entwicklungszusammenarbeit und sozialem Engagement an. Es fordert eine sozial gerechte Agrarwende: die Abkehr vom industriellen Agrarsystem hin zu einer gemeinwohlorientierten, bäuerlichen und agrarökologischen Landwirtschaft der Zukunft. – Die „Wir haben es satt!“-Demo wird seit vielen Jahren von der Stiftung GEKKO gefördert.
Resolution zur Grünen Woche 2026

In einer Resolution anlässlich der Grünen Woche 2026 fordert ein Bündnis aus 45 Verbänden, die geplante Gentechnik-Deregulierung zu stoppen. Die Verbände aus Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Lebensmittelerzeugung, Imkerei, Züchtung, Umwelt-, Natur-, Tier- und Klimaschutz sowie Entwicklungszusammenarbeit appellieren in dem Schreiben an alle verantwortlichen Politiker:innen im Bundestag sowie in den Landtagen und im Europaparlament, dem Gesetzesvorschlag der EU-Kmmission für eine künftige Deregulierung neuer Gentechnik (NGT) nicht zuzustimmen. Die Stiftung GEKKO hat diese Resolution, an der zahlreiche Projektnehmer:innen der Stiftung mitgewirkt haben, mit unterzeichnet.
Zentrale Forderungen von Landwirtschaft, Unternehmen, Verbraucher:innen sowie Natur- und Umweltschutz sind im Gesetzesvorschlag nicht berücksichtigt. Dazu gehören u.a. eine Risikoprüfung für alle Pflanzen aus Neuer Gentechnik, eine Kennzeichnung entlang der gesamten Lebensmittelkette, Entscheidungsfreiheit und Transparenz, Verpflichtende EU-weit einheitliche Koexistenz- und Haftungsregeln, Monitoring und Rückholbarkeit, ein globales, öffentlich zugängliches Register sowie ein Verbot von Patenten und die Entwicklung von Nachweisverfahren.
„Umbruch | Landwirtschaft“ – Neue Podcastfolge erschienen

Am 29. Januar 2025 erschien die aktuelle Folge des agrarpolitischen Podcasts „Umbruch“, der aus dem Umfeld der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) seit Sommer 2024 veröffentlicht wird und von der Stiftung GEKKO gefördert wird. Thema der sechsten Episode ist: „Völkische Siedler – Von den Dörfern in die Stadt“. Das 40-minütige Feature geht den Fragen nach, welchen Einfluss völkische Siedler ausüben, wie sie zur Landwirtschaft stehen und wie ein Umgang mit diesen rechten Gruppierungen in dörflichen Gemeinschaften aussehen könnte. Gesprächspartner sind die Journalistin und Expertin für Fragen des Rechtsextremismus Andrea Röpke sowie Martin und Esti Raabe von der Initiative beherzt e.V.
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Bisherige Podcastfolgen
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„`Super-Emittenten‘ der Fleisch- und Milchwirtschaft in Deutschland. Studie zu ihren Treibhausgasemissionen und Klimaverpflichtungen“ – Neue Studie von Germanwatch erschienen

Die insgesamt 20 umsatzstärksten deutschen Schlacht- und Milchkonzerne haben 2022 fast zwei Drittel (61 Prozent) so hohe Emissionen verzeichnet wie der gesamte PKW-Verkehr in Deutschland im selben Zeitraum. Zu ihren Klimaschutzbemühungen aber geben sie nur höchst lückenhaft Auskunft. Dies sind zwei Kernergebnisse einer am 22. Januar 2025 vorgestellten Studie der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Germanwatch, die von der Stiftung GEKKO finanziert wurde. Die Studie hat erstmals die Treibhausgasemissionen der zehn größten Schlacht- und zehn größten Milchkonzerne in Deutschland berechnet und die rechtlichen Verpflichtungen der Konzerne in Sachen Klimaschutz beleuchtet.
„Die bisherigen klimabezogenen Angaben der in der Studie näher betrachteten Marktführer Tönnies und DMK Deutsches Milchkontor sind trotz erster Ansätze unterm Strich ungenügend. Sie sind unvollständig, intransparent und nicht kohärent“, kritisiert der Hauptautor der Studie, Konstantinos Tsilimekis, Leiter des Bereichs Welternährung, Landnutzung und Handel bei Germanwatch. „Die Unternehmen stehen in der Verantwortung, in fairer Partnerschaft mit den Landwirtinnen und Landwirten zukunftsweisende Geschäftsmodelle zu entwickeln, die deutliche Reduktionen der Tierzahlen und damit der Emissionen ermöglichen. Die kommende Bundesregierung sollte auch im Sinne der Zukunftskommission Landwirtschaft eine nachhaltige Ernährungswende fördern, um der Landwirtschaft klare Perspektiven zu geben.“
Studie
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„Wir haben es satt!“–Demo am 18. Januar 2025 in Berlin

Umweltzerstörung, Hunger und Klimakrise sind weltweit längst Realität. Der Verlust der Artenvielfalt ist dramatisch und kleine, bäuerliche Betriebe kämpfen um ihre Existenz. Gleichzeitig plant die EU-Kommission, die Anwendung neuer Gentechnikverfahren zu deregulieren und setzt so eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft aufs Spiel.
Am 18. Januar 2025 forderte das „Wir-haben-es-satt!“-Bündnis von Meine Landwirtschaft gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern sowie vielen tausenden Menschen in Berlin eine gentechnikfreie, bäuerliche und umweltverträgliche Landwirtschaft von der neuen Bundesregierung! 2025 stand mit Blick auf den agrarindustriellen Komplex die Frage „Wer profitiert hier eigentlich?“ im Zentrum der Kundgebung. – Die „Wir haben es satt!“-Demo wird seit vielen Jahren von der Stiftung GEKKO gefördert.
Demoaufruf
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Eine traurige Nachricht zum Jahreswechsel 2024/25: Am 8. Dezember 2024 ist unsere Stifterin und langjährige Vorständin Susann Haltermann nach langer schwerer Krankheit in Hamburg verstorben. Ein Porträt von ihr sowie eine Auswahl an Nachrufen, die seitens unserer Projektpartner:innen veröffentlicht wurden, finden sich hier.
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„Was macht das Mammut auf dem Mars? – Warum wir unsere Biosphäre vor der gentechnik schützen müssen“ – Neue Studie von testbiotech erschienen

Im Oktober 2024 erschien ein neuer Bericht von Testbiotech, der einen Überblick gibt über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Gentechnik, die die Umwelt betreffen. Hier bahnt sich mit extremer Geschwindigkeit offenbar eine Zeitenwende an: Erstmals ermöglichen es neue gentechnische Verfahren und Werkzeuge wie die Gen-Schere CRISPR/Cas, jedes Gen jeder Lebensform gentechnisch zu verändern und diese Veränderungen innerhalb der jeweiligen Art zu verbreiten.
Zu erwarten ist, dass sich diese Entwicklung im Zusammenspiel mit künstlicher Intelligenz noch erheblich beschleunigen wird. Besonders problematisch sind Anwendungen der sogenannten ‚Outdoor-Gentechnik‘: Dabei werden Organismen mit der Absicht freigesetzt, gentechnische Veränderungen in den natürlichen Populationen zu verbreiten. Der Vorgang der gentechnischen Veränderung wird so aus dem Labor direkt in die Umwelt verlegt. Die Studie wurde von der Greenpeace Stiftung und der Stiftung GEKKO gefördert.
Studie
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urgewald veröffentlicht Global Oil & Gas Exist List (GOGEL) 2024

Anlässlich der Weltklimakonferenz in Baku hat urgewald am 11. November 2024 gemeinsam mit 34 Partnerorganisationen die diesjährige Global Oil & Gas Exit List (GOGEL) veröffentlicht, deren Erstellung von der Stiftung GEKKO seit 2023 gefördert wird.
GOGEL ist die umfangreichste öffentliche Datenbank, die die Aktivitäten der globalen Öl- und Gasindustrie offenbart. Sie umfasst 1.769 Unternehmen, die Öl und Gas fördern oder neue fossile Infrastruktur entwickeln: Terminals für Flüssigerdgas (LNG), Pipelines oder Öl- und Gaskraftwerke. Die in GOGEL aufgeführten Förderunternehmen sind verantwortlich für 95% der weltweiten Öl- und Gasproduktion. Die Daten zeigen: 2023 erreichte die Öl- und Gasproduktion einen historischen Höchststand.
Weitere Infos: hier
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Neues Positionspapier: »’Grüne‘ synthetische Düngemittel. Lösung oder Illusion für Boden, Klima, Wasser und lokale Gemeinschaften?«

In Afrika wird bislang nur wenig synthetischer Dünger eingesetzt; gleichzeitig steigt die Zahl der Hungernden. Sollte der Kontinent angesichts dieser Herausforderungen dem Beispiel anderer Regionen folgen und verstärkt synthetische Düngemittel verwenden – trotz ihrer klimaschädlichen Produktion?
Die Bundesregierung schlägt eine Alternative vor: den Einsatz von Düngemitteln, die mithilfe von „grünem“ Wasserstoff aus erneuerbaren Energien hergestellt werden. Erste Projekte in Kenia versprechen, den Weg zu einer klimafreundlicheren Landwirtschaft ebnen können. Doch bleibt die Frage: Wie nachhaltig sind „grüne“ synthetische Düngemittel wirklich? Und wie hoch ist ihr Beitrag zur Ernährungssicherung? Das Positionspapier, das mit finanzieller Unterstützung der Stiftung GEKKO zusammen mit NGOs aus Afrika erarbeitet wurde, beleuchtet die Situation in kenia und setzt sich kritisch mit der Rolle der deutschenEntwicklungszusammenarbeit auseinander.
Positionspapier
